Aus der Dorfchronik

Im Güterverzeichnis der Abtei St. Maximin zu Trier wird Lorscheid um 1211 als Luncsheit mit 23 Mansen erstmals aufgeführt. Auf Grund der umfangreichen, bewirtschafteten Flächen muss angenommen werden, dass die Gemarkung schon viele Jahre vorher besiedelt war. Bereits die Kelten um etwa 500 v. Chr. haben ihre Spuren in den zahlreichen Hügelgräbern der Nachbargemeinden hinterlassen. Auf dem nahegelegenen Burgkopf hatten die Römer eine Tempelanlage errichtet, die dem Waldgott Silvanus geweiht war.

Bis zur Französischen Revolution gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der kleine Ort dem Kloster St. Maximin als Grundherren. Pfarreimäßig war Lorscheid der Kirche in Fell angeschlossen. Als Pfarrpatronin wird St. Gertrud von Nivelles im Jahre 1563 aufgeführt. Erst 1793 wurde die kleine aus 23 Häusern bestehende Ortschaft nach jahrelangen Bemühungen zur eigenen Pfarrei erhoben und erbaute an Stelle der bisherigen, baufälligen Kapelle die jetzige Pfarrkirche.

Die beiden Ortsteile Lorscheid und Wellscheid wuchsen im Laufe der Jahrhunderte zum heutigen Lorscheid zusammen. Eine kleinere Siedlung, genannt „Meirath“, östlich vom heutigen Lorscheid gelegen, ist um die Wende zum 17. Jahrhundert „wüst“ geworden – also ausgestorben.

Um 1808 existierte bereits eine erste Schule in Lorscheid. Der heutige Kindergarten – im Bau der im Jahre 1928 errichteten Schule – entstand 1973.

Auf Grund der sozialen Missstände und vieler Hungersnöte ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wanderten viele Lorscheider mit ihrer Familie nach Nordamerika aus.

1815, nach Abzug der Franzosen, gehörte Lorscheid zur Marie und späteren Bürgermeisterei Farschweiler und ab 1934 zum Amt Waldrach in Ruwer. Heute nennt sich die Verwaltungseinheit Verbandsgemeinde Ruwer mit dem Verwaltungssitz in Waldrach.

Besonders hervorzuheben ist noch der Neubau des heutigen Dorfsaales im Jahre 2001/02 als Ersatz für das ehemalige Jugendheim am Pfarrhaus.

Auch die im Jahr 2011 abgehaltene 800 Jahrfeier war ein Ereignis, das nicht nur den Dorfbewohnern selbst sondern auch anderen Besuchern des Festes noch lange positiv in Erinnerung bleiben wird.
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